In letzter Zeit wurden uns vermehrt gefälschte Ringe angeboten die ahnungslose Passanten, meist immer durch dieselbe Masche, von Betrügern auf der Strasse angedreht bekommen haben. 
Um unsere Bürgerinnen und Bürger zu warnen wandten wir uns an die HAZ-Hildesheimer Allgemeine Zeitung. 
Den erschienenen Artikel können Sie folgend nachlesen:

Betrüger nutzen Masche mit falschem Schmuck


Veröffentlicht von Thomas Wedig am 15. März 2018 in der HAZ

  


Hildesheim - Es ist nicht alles Gold, was glänzt – manchmal ist es nur weniger wertvolles Messing. Das erfahren zurzeit viele Kunden, die vermeintliche Goldringe verkaufen wollen. Die haben ihnen mutmaßliche Trickbetrüger gegen einen „Finderlohn“ angedreht. Astrid und Sarah Grothe , die an der Lilie einen Gold-Silber-Ankauf betreiben, haben in den vergangenen vier Wochen mindestens 20 Fälle erlebt, in denen sich „Goldringe“ als Messingstücke entpuppte.

Den Kunden wird der gefälschte Schmuck immer nach derselben Masche angedreht: Neben ihnen steht ein junger Mann an der Bushaltestelle, bückt sich und hebt mit einem Laut des Erstaunens einen Ring vom Pflaster. Er weist auf die Gravuren hin: „585“ oder „K14“ beweisen angeblich, dass es sich um echtes Gold handelt. Der Finder will das Fundstück großzügig dem verdutzten Wartenden überlassen – und bittet nur um einen kleinen Finderlohn. Der sei ja nur ein Bruchteil des Preises, den der neue Besitzer beim Verkauf des Stücks erzielen würde. 

So funktioniert der Trick

Oft klappt es, wie Mutter und Tochter Grothe von ihren Kunden erfahren haben: Die nehmen das „Gold“ gern mit in der Hoffnung, es teuer verkaufen zu können. Der Finder hat das Stück natürlich nicht gefunden, sondern aus der eigenen Tasche gezogen und auf den Weg gelegt. Er freut sich über den Finderlohn – und verschwindet. Und im Laden müssen die Grothes ihren Kunden erklären, dass sie auf einen Trick hereingefallen sind. „Eine Frau hat dem Unbekannten ihre letzten 20 Euro gegeben“, berichtet Astrid Grothe.

Ob ein Ring wirklich aus Gold oder aus einem anderen Metall ist, können Händler schnell feststellen. Oft reicht ein Magnet: Zieht er das Metall an, handelt es sich nicht um Gold. Auch flüssige Indikatoren sind aufschlussreich.

Das rät die Polizei

Astrid und Sarah Grothe gehen an die Öffentlichkeit, um mögliche weitere Opfer zu warnen. Die erstatten offenbar in den meisten Fällen gar keine Anzeige. Die Hildesheimer Polizei hat nämlich in den vergangenen Wochen keine aufgenommen. „Grundsätzlich raten wir immer, bei derartigen Fällen nicht zu gutgläubig zu sein und im Betrugsfall Anzeige zu erstatten“, betont Polizeisprecherin Anna Röker, weist aber darauf hin, dass es oft schwierig ist, den Betrügern etwas nachzuweisen. Die sind nämlich meist geschickt genug, nicht explizit zu sagen, dass es sich um Gold handelt – so ist der Tausch des Ringes gegen Finderlohn letztlich gar keine Straftat. Bleibt also nur eine Strategie: Vorsichtig sein – Gold liegt nun mal selten auf der Straße.


Den Originalartikel können Sie hier einsehen